Hier (Administration → Feuerwehr → Wetter, Recht admin.config)
schaltest Du das Zusatzmodul Wetter frei und legst fest, woher die Daten
kommen. Was die Benutzer davon sehen, steht unter Wetter.
Die Kachel Wetter führt auf eine Übersicht mit vier Unter-Kacheln — dasselbe Muster wie bei der Bevölkerungswarnung:
| Kachel | Inhalt |
|---|---|
| Freischaltung | Modul ein-/ausschalten und Laufzeit festlegen |
| Beobachtungsgebiete | Amtlicher DWD-Gebietskatalog und die Gebiete selbst |
| Wetterwarnungen | Zwischenspeicher der Warnlage und eine Erklärung, was die Karte zeigt |
| Aktuelles Wetter | Wetterdienst, Herkunft der Kennzahlen und deren Zwischenspeicher |
Warum getrennt: Warnungen und Kennzahlen sind zwei verschiedene Datenwege — die Warnungen kommen immer vom DWD (die Warnflächen der Karten aus dem DWD-Geodienst), die Kennzahlen von einem wählbaren Dienst. Sie haben eigene Zwischenspeicher und eigene Ausfallmuster.
Die Übersicht und die Unterseiten erreichst Du auch ohne Freischaltung — sonst könntest Du das Modul nie einschalten. Einstellungen lassen sich vorbereiten; wirksam werden sie erst nach der Freischaltung.
ℹ️ Ein noch offener Einrichtungsschritt ist an der Kachel farbig hervorgehoben — etwa die Freischaltung selbst oder ein freigeschaltetes Modul ganz ohne Beobachtungsgebiet.
Freischaltung
(Kachel Freischaltung, /admin/wetter-freischaltung.php)
Das Wetter ist ein zubuchbares Modul. Der Schalter „Modul freigeschaltet" ist der einzige Hauptschalter:
- aus — Menüpunkt, Wetterseite und die Wetter-Ebenen von Lagekarte und Einsatzkarte bleiben für alle Benutzer unsichtbar, unabhängig von den vergebenen Rechten. Die Wetterseite antwortet mit „Nicht gefunden".
- an — alles Weitere entscheidet das Recht
wetter.view.
Laufzeit bis ist optional. Leer heißt unbefristet; steht ein Datum darin, schaltet sich das Modul danach von selbst ab. Ein unlesbares Datum sperrt das Modul, statt es stillschweigend als unbefristet zu behandeln.
⚠️ Erst der Schema-Check, dann die Freischaltung. Das Modul bringt eigene Tabellen mit. Fehlen sie noch, steht oben auf dieser Seite der Hinweis-Balken „Wetter-Modul — Datenbank unvollständig" samt Knopf „→ Jetzt anlegen"; alternativ einmal Schema-Check → „Reparieren" laufen lassen. Bis dahin bleibt das Wetter stumm.
ℹ️ Die Freischaltung ist ein Vertriebs-Schalter, kein Sicherheits- Schalter. Wer darf was sehen, regelst Du weiterhin über Rollen und Rechte — dort das Recht „Wetter sehen" (
wetter.view).ℹ️ Nach einem Update auf einer bestehenden Installation verteilt der Schema-Check das Recht mit. Jede Rolle, die schon die Lagekarte sehen darf, bekommt „Wetter sehen" dazu — dieselbe Kopplung wie bei einer Neu-Installation. Der Lauf greift genau einmal; danach gilt, was im Rollen-Editor steht. Prüf die Verteilung trotzdem einmal: Hattest Du
lagekarte.viewbei einzelnen Rollen bewusst abgewählt, fehlt dort jetzt folgerichtig auch das Wetter.
Wetterwarnungen
(Kachel Wetterwarnungen, /admin/wetter-warnungen.php)
Hier stellst Du ein, wie lange eine einmal geholte Warnlage zwischengespeichert wird, bevor der DWD erneut gefragt wird: 30 bis 900 Sekunden, Vorgabe 120. Kürzer heißt frischer, belastet aber die Quelle — zehn offene Lagekarten sollen nicht zehn Abrufe auslösen.
Darunter steht „Was die Karte zeigt". Nichts davon ist einstellbar; es steht dort, damit nachvollziehbar bleibt, warum die Karte aussieht, wie sie aussieht — die zwei Auflösungen (Landkreis- und Gemeinde-Ebene), die Farbe nach Warnart statt nur nach Stufe, die Schraffur statt der Vollfläche und die Liste der Warnarten, die der DWD unterscheidet, samt ihren Symbolen.
ℹ️ Warum Hitze und UV aus der Reihe fallen: Der DWD färbt beide nach einer eigenen Skala, nicht nach Schweregrad. Eine Hitzewarnung trägt amtlich den Schweregrad „gering" und wäre als Stufe 1 gelb, obwohl der DWD sie violett zeichnet. Das ETB zeigt an solchen Warnungen deshalb keine Stufennummer.
Aktuelles Wetter: Dienst und Herkunft der Kennzahlen
(Kachel Aktuelles Wetter, /admin/wetter-aktuell.php)
Wetterdienst
Woher Temperatur, Wind, Böen, Niederschlag und die Vorhersage kommen:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Deutscher Wetterdienst (über Bright Sky) — empfohlen | Voreinstellung. Deutsches Modell bzw. deutsche Messstationen. |
| MET Norway | Europäisches Modell des norwegischen Wetterdienstes — ein nützlicher Vergleich, wenn Dir die DWD-Werte für Deinen Ort zu grob erscheinen. Daten unter CC BY 4.0, Namensnennung Pflicht. |
⚠️ Die amtlichen Warnungen bleiben in jedem Fall beim Deutschen Wetterdienst — ebenso Warnflächen, Regenradar und Blitze. MET Norway führt amtliche Warnungen ausschließlich für Norwegen; für Deutschland käme dort nichts zurück, und eine leere Liste wäre von „keine Warnungen" nicht zu unterscheiden. Diese Auswahl betrifft nur die Kennzahlen und die Vorhersage.
Kontakt-Kennung (Pflicht für MET Norway)
MET Norway verlangt in seinen Nutzungsbedingungen, dass sich jede Anwendung mit Namen und einer erreichbaren Adresse zu erkennen gibt. Trag deshalb unter Kontakt-Kennung etwas ein wie:
etb.deine-wehr.de wehrfuehrung@deine-wehr.de
Erlaubt ist eine E-Mail-Adresse oder eine Internetadresse; reine Fantasienamen („test", „ETB") werden abgewiesen.
⚠️ Ohne gültige Kennung lässt sich MET Norway nicht speichern — das Formular weist die Auswahl ab, statt still auf den DWD zurückzufallen (sonst stünde in der Verwaltung „MET Norway", während der DWD liefert). Die Meldung steht direkt am Feld, Deine Eingabe und die gewählte Quelle bleiben stehen — niemand tippt eine Kennung zweimal. Fehlt die Kennung später doch einmal, bleibt das ETB bei der Standardquelle und schreibt einen Hinweis ins Anwendungsprotokoll. Der Grund für die Strenge: Ein Abruf mit vorgetäuschter oder fehlender Kennung führt laut Nutzungsbedingungen zur dauerhaften Sperre, und die träfe jede Installation dieser Anwendung.
⚠️ Außerhalb Norddeutschlands meist keine Böen. Das hochauflösende Nordmodell von MET Norway endet über Norddeutschland; weiter südlich bleibt das Böenfeld in aller Regel leer. Sichtweite und Regenwahrscheinlichkeit liefert das Modell grundsätzlich nicht. Ohne Böen fehlen die Zacken der Wetter-Rose, die Schwellen „kräftige/schwere Böen" der Vorschauleiste und die Windstärke-Einordnung. Die Seite weist bei der Auswahl darauf hin — die amtlichen Warnungen bleiben davon unberührt.
Herkunft der Kennzahlen
Diese Wahl gilt für den Deutschen Wetterdienst. Der Unterschied ist, wo gemessen bzw. gerechnet wird:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Modellwerte für den Ort (MOSMIX) — Voreinstellung | Vorhersagewert des Modells für Deine Koordinate. Keine Messung, dafür am richtigen Punkt. Die Anzeige nennt als Quelle den Modellnamen (beim DWD „DWD-Modell (MOSMIX)") und keine Entfernung. |
| Messung der nächstgelegenen Wetterstation | Echte Messwerte — im dünnen DWD-Netz aber oft aus zehn Kilometern Entfernung und einer anderen Höhenlage. Die Anzeige nennt Station und Entfernung. |
Die Oberfläche schreibt überall dazu, was von beidem sie zeigt — auf der Wetterseite, in der Wetter-Zeile des Einsatzes, im Tagebuch-Eintrag und im PDF-Export. Dort steht „gemessen" nur bei einer echten Stationsmessung, sonst „berechnet für".
ℹ️ Ist MET Norway eingestellt, greift diese Wahl nicht — das Modell rechnet immer für Deine Koordinate, eine Stationsmessung gibt es dort nicht. Die Seite sagt das an dieser Stelle ausdrücklich; Deine Einstellung bleibt gespeichert und wirkt wieder, sobald Du zurück auf den DWD wechselst.
Darunter stellst Du die Laufzeit des Zwischenspeichers für die Messwerte ein: 60 bis 1800 Sekunden, Vorgabe 300. Wetterstationen melden ohnehin nur stündlich.
ℹ️ Die Quellenangabe folgt dem wirklich benutzten Dienst. Sie steht auf der Wetterseite, im gedruckten Lagebild und — revisionssicher festgeschrieben — im übernommenen Tagebuch-Eintrag. Unterscheiden sich Warn- und Messquelle, werden beide genannt; bei MET Norway zusätzlich die Lizenz „CC BY 4.0". Eine falsche Urheberangabe im Tagebuch ließe sich hinterher nicht mehr korrigieren.
ℹ️ Nach einem Wechsel des Dienstes siehst Du sofort die neuen Werte: Der Zwischenspeicher wird je Dienst getrennt geführt, alte Werte des vorherigen Dienstes tauchen nicht mehr auf.
Amtliche Gebietsliste
(Kachel Beobachtungsgebiete, /admin/wetter-gebiete.php)
Der DWD teilt Deutschland in Warngebiete ein — Bundesländer, Kreise und Gemeinden, jedes mit einer eigenen Warncell-ID. Diese Liste holt das ETB mit „Gebietsliste aktualisieren" einmal komplett und legt sie lokal ab (rund 11.600 Einträge). Danach wählst Du Gebiete bequem über die Suche aus, statt Nummern abzutippen.
Der Abruf lohnt sich erneut nach Gemeindefusionen — dann ändern sich Zuschnitte und Nummern.
Beobachtungsgebiete
(dieselbe Seite; Löschen und Bearbeiten je Gebiet tragen den Gebietsnamen im Knopf)
Ein Beobachtungsgebiet ist das, wofür Warnungen und Messwerte geholt werden. Üblich sind drei bis fünf: die eigene Gemeinde, die Nachbarn, der Kreis. Ohne mindestens ein aktives Gebiet bleibt die Wetterseite leer.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Bezeichnung | Der Name, den Deine Leute sehen. Bewusst frei — Du musst nicht den amtlichen DWD-Namen übernehmen („Wachtberg" statt „Gemeinde Wachtberg"). |
| Art | Eigene Gemeinde, Nachbar oder Kreis. Bestimmt die Reihenfolge auf der Wetterseite; die eigene Gemeinde steht immer vorn. |
| Verortung | DWD-Katalog (empfohlen) oder manuell. |
| Sortierung | Feinsteuerung innerhalb einer Art. |
| Aktiv | Nur aktive Gebiete erscheinen auf der Wetterseite. |
Verortung über den DWD-Katalog
Drei Auswahlfelder nacheinander: Bundesland → Kreis → Gemeinde. In den beiden unteren Listen steht jeweils oben ein Eintrag „Gesamtes Bundesland" bzw. „Gesamter Kreis" — damit beobachtest Du die ganze Ebene statt einer einzelnen Gemeinde. Sortiert wird nach dem eigentlichen Namen, also Bad Honnef unter B und nicht unter S wie „Stadt".
Warncell-ID und Mittelpunkt-Koordinaten füllt das ETB dabei selbst aus.
Verortung von Hand
Für Sonderfälle: Warncell-ID und Koordinaten direkt eintragen. Die Koordinaten braucht das ETB für die Messwerte und als Kartenmittelpunkt — ohne sie gibt es auf der Wetterseite keine Karte.
Messstation
(nur bei Stationsmessung — siehe „Aktuelles Wetter")
Die Messwerte kommen dann von einer DWD-Wetterstation. Ohne Angabe nimmt das ETB automatisch die nächstgelegene. Über „Station wählen" siehst Du alle Stationen im Umkreis von 20 km mit ihrer Entfernung und kannst eine feste auswählen — sinnvoll, wenn die nächstgelegene in einem Talkessel oder Windschatten liegt.
ℹ️ Angeboten werden nur Stationen, die tatsächlich aktuelle Messwerte liefern. Reine Vorhersage- und Archiv-Stationen tauchen nicht auf, obwohl der DWD sie an derselben Stelle führt.
Liefert eine festgelegte Station später einmal nichts mehr (Ausfall, Abbau, Umwidmung), gibt das ETB nicht auf, sondern weicht auf die nächstgelegene aus und schreibt das als Hinweis dazu. So steht nachts um drei eine Zahl da und kein Strich.
ℹ️ Die Station wirkt nur, solange unter Aktuelles Wetter die „Messung der nächstgelegenen Wetterstation" eingestellt ist. Bei Modellwerten (MOSMIX) — der Voreinstellung — gilt der Wert für die Koordinate des Gebiets; eine Station kommt dabei gar nicht vor. Auch MET Norway ist ein Modell und kennt keine Stationswahl.
Datenschutz und Nutzungsbedingungen
Warnungen, Warnflächen, Regenradar und Blitze stammen immer vom Deutschen Wetterdienst und sind nach der Geodatennutzungsverordnung (GeoNutzV) frei nutzbar — auch gewerblich —, solange die Quelle genannt wird. Das ETB führt die Angabe „Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD)" deshalb auf jeder Seite mit Wetterdaten mit.
Ist als Wetterdienst MET Norway eingestellt, stehen dessen Kennzahlen und Vorhersage unter CC BY 4.0; die Namensnennung ist Pflicht und wird in derselben Zeile mitgeführt. Die Zeile nennt dann beide Herkünfte, das Wort „Datenbasis" aber nur einmal — etwa: „Datenbasis: Deutscher Wetterdienst (DWD) für die Warnungen, MET Norway (CC BY 4.0) für die Kennzahlen." Dazu kommt die verbindliche Kontakt-Kennung (siehe oben), die das ETB bei jedem Abruf mitschickt — sie enthält, was Du dort einträgst, üblicherweise die Adresse der Wehr und eine dienstliche E-Mail-Adresse.
Warnungen, Messwerte, Vorhersage und Warnflächen holt der Server; dabei
werden keine Benutzerdaten übertragen, sondern nur Koordinaten und
Gebietsnummern. Der Server braucht dafür ausgehende HTTPS-Verbindungen zu
api.brightsky.dev und maps.dwd.de — bei MET Norway zusätzlich zu
api.met.no.
ℹ️ Eine Ausnahme sind die Bilder von Regenradar und Blitzen: Die holt der Browser — wie die OpenStreetMap-Kacheln der Karten auch — direkt beim DWD (
maps.dwd.de). Der DWD sieht dabei die IP-Adresse des Geräts. Wer das nicht will, lässt die Ebenen „Aktuelles Wetter" und „Blitze & Vorhersage" aus oder schaltet das Modul nicht frei.