Einsätze

Bevölkerungswarnung (MoWaS)

Mit der Bevölkerungswarnung erstellst Du das Anforderungsformular, mit dem Deine Feuerwehr bei der Leitstelle eine Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) auslöst — z. B. für die Warn-App NINA, Sirenen, Cell Broadcast oder Rundfunk. Das ETB füllt viele Felder aus dem Einsatz und Deinen Stammdaten schon vor; Du prüfst, ergänzt und lässt das Dokument freigeben.

⚠️ Die Warnung wird nicht automatisch versendet. Das ETB erzeugt nur das fertige Dokument — die Übermittlung an die Leitstelle und die telefonische Bestätigung machst Du weiterhin selbst. Die Status „Bei Leitstelle" und „Aktiv" setzt Du von Hand, sobald das tatsächlich passiert ist.

Wer darf was

Recht Standard-Rolle Bedeutung
Bevölkerungswarnungen sehen (mowas.view) Lage, Einsatzleiter, Disponent Nur lesen: Liste & Detail, Warn-Indikator + Warnflächen sehen. Formulare/Dokumente herunterladen ist nicht Teil dieses Rechts (siehe mowas.export unten)
MoWaS-Formulare herunterladen (mowas.export) Lage, Einsatzleiter Ab „Freigegeben" das Dokument (PDF) bzw. das Leitstellen-Formular (Excel) herunterladen — auch archivierte Stände. Jeder Download landet mit Benutzer, Warnung und Stand im Anwendungsprotokoll
Bevölkerungswarnung erstellen (mowas.create) Lage Anlegen, bearbeiten, einreichen, übermitteln, auslösen, aktualisieren, entwarnen
Bevölkerungswarnung freigeben (mowas.release) Einsatzleiter Freigabe & Abschluss (Vier-Augen)

Der Administrator darf alles. Der Disponent liest standardmäßig mit (nur sehen), kann aber standardmäßig keine Formulare herunterladen — anlegen, bearbeiten, freigeben und herunterladen bleiben Lage und Einsatzleiter vorbehalten. Im Rollen-Editor lassen sich das Erstellrecht und der Formular-Download bei Bedarf zusätzlich an Dispo übertragen; beides ist nur bewusst nicht voreingestellt.

ℹ️ Sehen und Herunterladen sind seit v4.7.5 getrennt. Bis v4.7.0 hing der Formular-Download am Leserecht mowas.view — der Disponent (der es per Default hat) konnte damit auch schon Formulare ziehen. Jetzt braucht der Download zusätzlich mowas.export. Bestehende Installationen verlieren dabei nichts: Wer beim Update bereits mowas.create oder mowas.release hatte, behält den Download automatisch (Schema-Check-Migration).

⚠️ Sicherheits-Leitplanke: Warnungen tragen bewusst keinen Einsatz-/Schwerpunkt-Scope-Filter. Deshalb sind mowas.view/mowas.create/ mowas.export für Schwerpunkt-Dispo und Gast gar nicht erst zuweisbar — sonst sähe ein scope-beschränkter Nutzer alle Warnungen inkl. der darin hinterlegten personenbezogenen Kontaktdaten.

Eine Warnung starten

Aus einem Einsatz: Öffne den betroffenen Einsatz und klicke in der Aktionsleiste auf „Bevölkerungswarnung". Die Warnung wird an diesen Einsatz gebunden; Adresse und Koordinaten werden übernommen.

Aus einem Schwerpunkt: In der Titelleiste des Schwerpunkts (zwischen Bearbeiten und Erledigen) klickst Du auf „Bevölkerungswarnung". Es öffnet sich die Auswahl „Basis-Einsatz wählen" — such Dir einen der zugewiesenen Einsätze als Vorlage für Adresse und Koordinaten (oder starte ohne Basis-Einsatz und erfasse alles manuell). Die Warnung wird an den Schwerpunkt gebunden, nicht an den gewählten Einsatz.

ℹ️ Einsätze, die einem Schwerpunkt zugeordnet sind, haben keinen eigenen „Bevölkerungswarnung"-Knopf. Für eine Großlage läuft die Warnung immer über den Schwerpunkt — so gibt es je Lage genau eine Warnung statt vieler paralleler.

Über den Sidebar-Eintrag „Warnungen" findest Du außerdem die Übersicht aller Warnungen mit ihrem aktuellen Status. Sie ist nach Bindung getrennt — oben die Warnungen an Einsätzen, darunter die an Schwerpunkten — und innerhalb jeder Liste nach der Warnungsnummer sortiert. Ein Klick auf den Spaltenkopf „Nummer" kehrt die Reihenfolge um.

Die Warnungsnummer

Jede Warnung bekommt beim Anlegen eine feste interne Nummer — die Referenz, unter der Ihr sie intern führt und die auch im Melde-Dokument (Fußzeile) steht:

  • E#027-01 — die erste Warnung zum Einsatz 027
  • SP#001-02 — die zweite Warnung zum Schwerpunkt 001

Die laufende Nummer am Ende zählt Warnungen, nicht Zyklen: Eine Aktualisierung 2 derselben Warnung behält also -01. Erst eine komplett neue Warnung zum selben Einsatz bzw. Schwerpunkt bekommt -02. Die Nummer ändert sich nie mehr — sie steht in der Übersicht, auf der Detailseite, im Brotkrumen-Pfad und im Dokument.

Das Melde-Formular ausfüllen

Das Formular ist in fünf Abschnitte gegliedert. Alle Felder sind vorbelegt, aber frei editierbar. Mit * markierte Felder sind Pflicht — sie werden beim Einreichen streng geprüft (nach dem Original-Meldeformular). Ein Entwurf lässt sich jederzeit auch unvollständig speichern.

ℹ️ Die Abschnitte schalten sich nacheinander frei: Der nächste wird erst aktiv, wenn die Pflichtfelder des vorherigen ausgefüllt sind. Das ist reine Bedien-Führung — maßgeblich ist die Pflichtfeld-Prüfung beim Einreichen.

  1. Absender — eine oder mehrere warnende Organisationen ankreuzen (Feuerwehr ist vorausgewählt; Ordnungsamt, SAE, Bürgermeister, Beigeordneter), dazu Ortslage/Gemeinde, Straße + Hausnummer sowie verantwortliche Person und ihre telefonische Erreichbarkeit. Person, Telefon und Gemeinde kommen aus den Stammdaten (siehe Abschnitt Administration unten).
  2. Gefahrenbereich
    • Koordinate in einem von vier Formaten: Dezimalgrad (Standard), Grad/Minuten/Sekunden, UTM 32U oder what3words. Umschalten füllt das passende Format aus den Geodaten des Einsatzes.
    • Karten-Mittelpunkt — Breite und Länge des Warnkreises auf der Lagekarte. Beim Anlegen kommen sie aus dem Einsatz. Trägst Du die Koordinate als Dezimalgrad ein (z. B. 50.625000, 7.135000), übernimmt das ETB den Mittelpunkt automatisch — der Kreis wandert also mit. Grad/Minuten/Sekunden, UTM und what3words lassen sich nicht zurückrechnen; dort trägst Du den Mittelpunkt bei Bedarf von Hand ein. Bleiben die Felder leer, zeichnet die Karte keinen Kreis. Mit dem Aktualisieren-Knopf rechts daneben ermittelt das ETB die Koordinate aus der Adresse (Feld 3) — über denselben Dienst wie beim Einsatz (erst der Geocode-Zwischenspeicher, dann OpenStreetMap). Die Koordinate wird für Dezimalgrad, Grad/Minuten/Sekunden und UTM gesetzt. what3words bleibt unverändert, weil das ein kostenpflichtiger Abruf ist.
    • Zu warnender Bereich * — Pflichtangabe, und zwar genau eine von zwei Möglichkeiten: Umkreis (der Warnradius in Metern, Auswahlliste wie bisher) oder Gesamte Gemeinde. Bei Gesamte Gemeinde gibst Du nichts ein — es gilt die Gemeinde, die Dein Administrator einmalig hinterlegt hat (siehe Administration unten); die Zeile darunter zeigt sie zur Kontrolle. Umschalten kannst Du jederzeit; gespeichert wird nur die zuletzt gewählte Angabe, nie beide zugleich. Ist keine Gemeinde hinterlegt, ist Gesamte Gemeinde ausgegraut („nicht eingerichtet") und ein Hinweis erklärt Dir, woran es liegt.
    • Warnbereiche — bis zu drei Bereiche. Das erste Feld listet nur Deine eigenen Bereiche, das zweite und dritte zusätzlich die Nachbarn. Wählst Du im ersten einen „Gesamt"-Bereich (die ganze Gemeinde), bieten die Folge-Felder nur noch Nachbarn an.
  3. Warnstufe & Empfänger — Warnstufe (farbig hinterlegt) und die Warnmittel-Empfänger (Warn-Apps sind je nach Vorauswahl schon angehakt). Wählst Du die Warnstufe mit dem Schlüssel „hoch", erscheinen zusätzlich Cell Broadcast (Warnung direkt aufs Handy) und Warnsirenen.
  4. Warninhalt — wähle Kategorie → Ereignis → Meldungsvorlage. Beim Ziehen einer Vorlage werden Überschrift, Warntext und die hinterlegten Handlungsempfehlungen übernommen; Platzhalter ({ortslage}, {adresse}, {umkreis}, {url}, {telefon}) werden durch Deine Angaben ersetzt — {umkreis} wird bei „Gesamte Gemeinde" zum Namen der hinterlegten Gemeinde statt zur Meter-Angabe. Alles bleibt danach editierbar. Die Handlungsempfehlungen sind freier Text: über „Aus Katalog wählen" öffnest Du ein Auswahl-Fenster (nach Ereignis filterbar) und übernimmst mehrere Sätze auf einmal, über „Freien Text hinzufügen" schreibst Du eigene. Ihre Zahl ist auf das im Admin eingestellte Maximum (Standard 5) begrenzt.
  5. Bürgerinformation (optional) — zentrale Ansprechstelle, Bürgertelefon und eine Info-URL. Hat Dein Administrator dafür Standardwerte hinterlegt (siehe Administration unten), sind die drei Felder bei einer neuen Warnung bereits vorbelegt — Du kannst sie wie jedes andere Feld überschreiben.

Zum Schluss speicherst Du entweder als Entwurf oder klickst „Speichern & zur Freigabe einreichen". Fehlen zum Einreichen noch Pflichtfelder, bleibt der Entwurf gespeichert und die fehlenden Felder werden benannt.

⚠️ Trägt ein älterer Entwurf bereits „Gesamte Gemeinde" und der Administrator hat die Gemeinde zwischenzeitlich entfernt, bleibt die Auswahl bedienbar — ein Hinweis fordert Dich aber auf, auf Umkreis umzuschalten (oder die Gemeinde wieder hinterlegen zu lassen). Sonst wird die Angabe beim nächsten Speichern geleert.

Der Ablauf: Phasen und Zyklen

Eine Warnung durchläuft über ihre Lebensdauer mehrere Zyklen, und in jedem Zyklus dieselben Phasen.

Zyklen (was gerade gewarnt wird):

Erstwarnung → Aktualisierung 1 → Aktualisierung 2 → … → Entwarnung

Phasen je Zyklus (auf der Detailseite als Buttons, je nach Recht):

Entwurf → Zur Freigabe → Freigegeben → Bei Leitstelle → Aktiv

  • Zur Freigabe einreichen (Recht „erstellen") — friert den Stand revisionsfest ein.
  • Freigeben (Recht „freigeben", Vier-Augen) — die freigebende Person muss eine andere sein als die, die eingereicht hat. Der Administrator kann im Notfall übersteuern; das wird protokolliert. Solange die Warnung noch nicht raus ist, lässt sich die Freigabe auch wieder widerrufen.
  • An Leitstelle übermittelt (Recht „erstellen") — Du setzt diesen Status von Hand, nachdem Du das Dokument tatsächlich übermittelt hast.
  • Auslösen (aktiv) (Recht „erstellen") — sobald die Leitstelle die Warnung ausgelöst hat.
  • Vor der Freigabe kannst Du eine eingereichte Warnung mit „Zurückziehen / Ablehnen" wieder in den Entwurf zurückholen.

⚠️ Vier-Augen-Prinzip gilt in jedem Zyklus: Freigabe (und der spätere Abschluss) müssen von einer anderen Person kommen als das Einreichen — Erstwarnung, jede Aktualisierung und die Entwarnung gleichermaßen.

Aktualisieren, Entwarnen, Abschließen

Aus einer aktiven Warnung heraus stehen auf der Detailseite zusätzliche Aktionen bereit:

  • Aktualisierung — startet eine Folgemeldung: die Warnung wird wieder bearbeitbar (neuer Zyklus, Zähler +1) und durchläuft die Phasen erneut.
  • Entwarnung geben — leitet die Entwarnung ein (ebenfalls wieder bearbeitbar, erneut freizugeben). Ist die Entwarnung „aktiv", hat die Bevölkerung die Entwarnung erhalten.

ℹ️ Die Überschrift wird automatisch gekennzeichnet: Startest Du eine Aktualisierung, trägt das ETB AKTUALISIERUNG 1 – <bisherige Überschrift> ein (bei der nächsten AKTUALISIERUNG 2 – …), bei der Entwarnung ENTWARNUNG – <bisherige Überschrift>. So erkennt die Leitstelle sofort, auf welche Meldung sich das Formular bezieht — Du musst nicht daran denken. Die Überschrift bleibt editierbar; ein vorhandenes Kennzeichen wird beim nächsten Zyklus ersetzt und nicht gestapelt.

  • Abschließen (Recht „freigeben", Vier-Augen) — beendet den Vorgang endgültig. Möglich erst nach einer aktiven Entwarnung.
  • Aktualisierung/Entwarnung verwerfen — solange eine gerade begonnene Aktualisierung oder Entwarnung noch nicht an die Leitstelle übermittelt wurde, stellst Du damit den letzten aktiven Stand wieder her.

ℹ️ Direkter Weg beim Erledigen/Abschließen: Blockiert diese Warnung gerade das Erledigen eines Einsatzes bzw. das Abschließen eines Schwerpunkts, bietet der dort erscheinende Sperr-Dialog denselben Abschließen-Knopf direkt an — dieselben Regeln gelten dort unverändert (Vier-Augen-Prinzip, nur bei aktiver Entwarnung). Mehr dazu unter mehr zu Status.

ℹ️ Revisionsfest ab „Zur Freigabe": Ein Entwurf lässt sich noch löschen. Sobald eine Warnung eingereicht wurde, kann sie nicht mehr hart gelöscht werden — jede weitere Änderung steht im Verlauf.

Dokument erzeugen

Ab dem Status „Freigegeben" erscheinen auf der Detailseite die Export-Knöpfe — vorausgesetzt, Du hast das Recht „MoWaS-Formulare herunterladen" (mowas.export, siehe Wer darf was oben). Fehlt es, bleiben die Knöpfe unsichtbar, auch wenn Du die Warnung sonst lesen darfst. Welches Dokument dabei das maßgebliche ist, hängt von der Export-Vorlage ab, die Dein Administrator eingestellt hat (siehe Abschnitt Administration unten):

  • Standard-MoWaS-Formular (Voreinstellung) — es gibt nur „Dokument (PDF)".
  • MoWaS-Vorlage Rhein-Sieg-Kreis — dann steht „Formular Leitstelle (Excel)" als Hauptknopf an erster Stelle; „Dokument (PDF)" bleibt daneben erhalten.

Standard-Dokument (PDF)

Der Button „Dokument (PDF)" öffnet das Meldeformular im Druck-Layout; über den Druckdialog Deines Browsers speicherst Du es als PDF und übermittelst es an die Leitstelle. Der Kopftext (MoWaS-Leitstelle) kommt aus den Stammdaten (siehe Abschnitt Administration unten).

Bei einer Aktualisierung oder Entwarnung markiert das ETB die Zeilennummern rot, deren Inhalt sich gegenüber der vorherigen übermittelten Meldung unterscheidet. Im Kopf steht dann der Hinweis „Rot markierte Zeile = Änderungen zur vorherigen Meldung", damit die Leitstelle die Kennzeichnung sofort einordnen kann. Bei einer Erstwarnung gibt es nichts zu vergleichen — dort erscheint weder Markierung noch Hinweis.

Wie im Original-Formular sind die Zeilen der Sektion „Warnstufe & Empfänger" (Empfänger, Cell Broadcast, Warnsirenen) in der Farbe der gewählten Warnstufe hinterlegt. Achte darauf, im Druckdialog „Hintergrundgrafiken" aktiviert zu lassen, damit die Farben im PDF erhalten bleiben.

Formular der Leitstelle (Excel)

Manche Leitstellen nehmen ausschließlich ihr eigenes Formular an. Für die Kreisleitstelle Rhein-Sieg-Kreis füllt das ETB deren Original-Formular (F.1 Anlage A, Version 8.3) maschinell aus: Ein Klick auf „Formular Leitstelle (Excel)" lädt die fertige Excel-Datei herunter — z. B. MoWaS-Anlage-A_E027-01.xlsx, benannt nach der Warnungsnummer. Diese Datei schickst Du unverändert an die Leitstelle.

Übernommen werden die Angaben aus Deinem Melde-Formular: die anfordernde Stelle samt angekreuzter Organisationen, die Koordinate im gewählten Format (Dezimalgrad, Grad/Minuten/Sekunden, UTM oder what3words — nur das eine, das Du ausgewählt hast), der zu warnende Bereich (Umkreis in Metern oder der Verwaltungsbereich-Code der gesamten Gemeinde — je nachdem, was Du in Feld 7 gewählt hast; nie beides), die Warnbereiche, Warnstufe und Warnmittel-Empfänger als Kreuze, der Warninhalt (Kategorie, Ereignis, Überschrift inklusive Zyklus-Kennzeichen, Warntext), die Handlungsempfehlungen und die Bürgerinformation. Die Gemeinde in Feld 2 kommt aus der Einstellung Deines Administrators — in genau der Schreibweise, die das Formular erwartet. Layout, Logos und Druckbereiche des Originals bleiben unangetastet — Du kannst die Datei vor dem Versand also noch in Excel öffnen und nachbessern.

ℹ️ Die Datei bleibt bedienbar. Beim Öffnen rechnet Excel das Formular komplett neu durch. Dadurch funktionieren die Auswahllisten des Formulars (Warnbereiche) wie im leeren Original, und die Klartext-Zeilen unter den Bereichs-Feldern füllen sich selbst aus den eingetragenen Codes. Du kannst also vor dem Versand noch etwas ändern, ohne dass das Formular „einfriert".

ℹ️ Die Warnbereiche verteilt das ETB positionsgetreu auf die drei Felder des Formulars: Dein erster gewählter Warnbereich ins erste Feld, der zweite ins zweite, der dritte ins dritte — unabhängig davon, ob es ein eigener oder ein Nachbarbereich ist. Damit die Klartext-Zeile darunter den Ortsnamen zeigt, muss der eingetragene Bereichs-Code zu den Listen gehören, die das Formular für Eure Gemeinde kennt (siehe Administration unten).

⚠️ Das Formular hat nur fünf Zeilen für Handlungsempfehlungen. Hat Dein Administrator das Maximum angehoben und Du erfasst mehr als fünf, steht neben dem Knopf ein Hinweis — übernommen werden dann die ersten fünf in Deiner Reihenfolge. Sortiere die wichtigsten also nach oben oder nutze zusätzlich das PDF, das alle zeigt.

⚠️ Das Excel-Formular gibt es erst ab der Freigabe. Ein Entwurf wird abgelehnt: Anders als die PDF-Vorschau trägt die Excel-Datei keinen Vorschau-Hinweis — ein Entwurf könnte bei der Leitstelle sonst als fertige Meldung durchgehen.

ℹ️ Fragt Dein Browser beim Herunterladen „Behalten?" — dann liegt das an der Verbindung, nicht an der Datei. Chrome und Edge warnen bei Office-Dateien grundsätzlich, wenn die Seite über eine unverschlüsselte Verbindung (http://) läuft; das passiert typischerweise auf einer Test-Instanz. Klick auf Behalten, dann lädt die Datei normal. Rufst Du das ETB über https:// auf, bleibt die Nachfrage aus. Sag Deinem Administrator Bescheid, wenn sie im Echtbetrieb erscheint — dann fehlt der Verschlüsselung noch etwas.

Bestätigung nach dem Versand

Verlangt Eure Leitstelle zusätzlich eine telefonische Rückbestätigung, kann das der Administrator in den Stammdaten hinterlegen. Beim Klick auf „An Leitstelle übermitteln" erscheint dann ein Hinweis mit den beiden Schritten — Dokument per E-Mail senden, danach die Leitstelle unter der hinterlegten Nummer (oder Rufgruppe) anrufen und den Erhalt bestätigen lassen. Der Hinweis nennt dabei genau das Dokument, das bei Eurer Export-Vorlage an die Leitstelle geht: das Formular Leitstelle (Excel) oder das Dokument (PDF).

Übermittelte Stände & Verlauf

Jede Übermittlung an die Leitstelle wird als revisionsfester Stand archiviert. Auf der Detailseite listet der Block „Übermittelte Stände" alle Zyklen (Erstwarnung, Aktualisierung 1, …, Entwarnung) mit Zeitpunkt und einem Link „Stand ansehen" — so ist lückenlos dokumentiert, mit welchen Informationen jeweils gewarnt wurde.

In der Stand-Ansicht öffnet „Dokument (PDF) dieses Standes" das Melde-Formular im gewohnten Druck-Layout — mit den damals übermittelten Daten. So kannst Du eine frühere Meldung jederzeit erneut als PDF ausgeben.

ℹ️ Auch diese beiden Download-Knöpfe verlangen „MoWaS-Formulare herunterladen" (mowas.export) — ohne das Recht fehlen sie, Du siehst aber weiterhin den Stand selbst und den Verlauf.

Die roten Änderungs-Markierungen zeigen dort die Änderungen, die dieser Stand gegenüber seinem Vorgänger hatte. Steht die Export-Vorlage auf der Kreis-Vorlage, gibt es daneben „Formular Leitstelle (Excel) dieses Standes" — dieselbe Excel-Datei, ebenfalls mit den damals übermittelten Daten. Der Block „Verlauf" darunter zeigt jede Status-Änderung mit Person und (falls angegeben) Begründung.

Zusätzlich dokumentiert das ETB bei jeder Übermittlung, Auslösung und beim Abschluss einen revisionsfesten Eintrag im Verlauf der gebundenen Ebene — bei einer Einsatz-Warnung als System-Kommentar im Einsatz, bei einer Schwerpunkt-Warnung in der Schwerpunkt-Historie. Jeder Eintrag trägt einen klickbaren Link, der direkt auf den passenden Stand (z. B. „Aktualisierung 2") führt.

Warn-Indikator & Warnflächen

Sobald zu einem Einsatz oder Schwerpunkt eine Warnung existiert, zeigt das ETB ein Zivilschutz-Zeichen (oranger Kreis mit blauem Dreieck) als Indikator — in der Einsatz-Übersicht, im Einsatz-Detail, in der Schwerpunkt-Liste und in der Schwerpunkt-Titelleiste. Der farbige Ring verrät den aktuellen Zustand der Warnung: blau (Entwurf/freigegeben), gelb (zur Freigabe), orange (bei Leitstelle), rot (aktiv), grün (aktive Entwarnung), grau (abgeschlossen). Ein Klick auf das Zeichen führt direkt zur Warnung.

Auf der Lagekarte und auf der Mini-/Vollbild-Karte im Einsatz-Detail zeichnet das ETB den Warn-Radius (den Umkreis um die Warn-Koordinate) in derselben Status-Farbe. Auf der großen Lagekarte blendest Du die Warnflächen über den Knopf „Warnungen" ein und aus (nur mit mowas.view sichtbar).

Statt des Kreises zeichnen beide Karten den Umriss der Gemeinde — gleiche Status-Farbe, gleiche Randlinie, nur eine andere Form —, sobald eine der folgenden Angaben zutrifft:

  • Feld 7 steht auf „Gesamte Gemeinde", oder
  • unter den gewählten Warnbereichen (Feld 11) ist mindestens einer als „Gesamt" markiert (z. B. „WAC-GESAMT").

Ein als „Gesamt" markierter Warnbereich meint inhaltlich dasselbe wie „Gesamte Gemeinde": Es wird die ganze Gemeinde gewarnt. Das gilt unabhängig davon, was im jeweils anderen Feld steht — ist z. B. zusätzlich ein Umkreis von 500 m eingetragen, zeigt die Karte trotzdem den Gemeinde-Umriss, nicht den Kreis: Ein 500-Meter-Kreis wäre hier nicht nur unvollständig, sondern irreführend, weil tatsächlich die ganze Gemeinde gewarnt wird. Dafür muss Dein Administrator den Umriss einmalig von OpenStreetMap geholt oder als Datei hochgeladen haben (siehe Administration unten) — beide Karten zeichnen ihn identisch.

ℹ️ Ohne gespeicherten Umriss zeichnet keine der beiden Karten für eine solche Warnung etwas — das ist kein Fehler: Der Warn-Indikator, das Formular und alle Dokumente funktionieren unverändert, nur die Fläche fehlt. Ein Kreis wird in diesem Fall bewusst nicht ersatzweise gezeichnet: Er würde einen kleinen Bereich suggerieren, obwohl die ganze Gemeinde gewarnt wird.

Die große Lagekarte zeigt alle Warnflächen — unabhängig davon, ob der zugehörige Einsatz gerade als Marker sichtbar ist (er kann z. B. selbst keine Koordinate haben oder über „Nur offene" ausgeblendet sein). Die Randlinie verrät die Bindung:

  • durchgezogen — die Warnung hängt an einem Einsatz
  • gestrichelt — die Warnung hängt an einem Schwerpunkt

Damit die Karte bei längeren Lagen übersichtlich bleibt, nimmst Du in der Filter-Leiste unter „Warnungen" den Haken bei „Abgeschlossene zeigen" heraus — dann verschwinden die Flächen abgeschlossener Warnungen.

Kataloge & Stammdaten pflegen (Administration)

Unter Admin → Bevölkerungswarnung verwaltest Du alle Auswahllisten und die Absender-Angaben (Recht admin.stammdaten):

  • Kategorien, Warnstufen, Warnmittel-Empfänger, Umkreis-Stufen — die Grundlisten (bundesweiter MoWaS-Standard). Sie sind vorbelegt, damit das Warnformular sofort funktioniert. Warnstufen tragen eine Farbe, Empfänger eine optionale Vorauswahl.
  • Warnbereiche (Feld 11) — Deine eigenen und die benachbarten Bereiche, je mit Typ eigen oder Nachbar. Ein eigener Bereich lässt sich zusätzlich als „Gesamt" markieren (deckt die ganze Gemeinde ab) — wählt jemand einen solchen Bereich, zeigt die Karte wie bei „Gesamte Gemeinde" (Feld 7) den Gemeinde-Umriss statt eines Kreises (siehe Warn-Indikator & Warnflächen oben). Sie starten leer und sind wehr-/gemeindespezifisch.
  • Handlungsempfehlungen, Ereignisse & Meldungsvorlagen — die Textbausteine. Sie starten leer. Handlungsempfehlungen sind freier Text und lassen sich einem Ereignis zuordnen (oder „Allgemein" = überall gültig). Meldungsvorlagen bündeln Überschrift + Warntext + Handlungsempfehlungen je Ereignis und dürfen Platzhalter enthalten.
  • Stammdaten — Absender (Gemeinde, verantwortliche Person), die MoWaS-Leitstelle als Empfänger, die Export-Vorlage und die Bürgerinformation. Sie liegen auf einer eigenen Seite und sind unten zusammengefasst.

Stammdaten & Export-Vorlage

Die Absender-Angaben und alles rund um das Export-Dokument liegen auf der eigenen Seite MoWaS-Stammdaten (Admin → Bevölkerungswarnung → Stammdaten). Dort stellst Du ein:

  • die anfordernde Stelle — Gemeinde, verantwortliche Person und ihre ständige Erreichbarkeit (Felder 2, 4, 5),
  • die MoWaS-Leitstelle als Empfänger für den Formularkopf — bewusst getrennt von der Funkzentrale des Einsatzbetriebs (die pflegst Du unter Organisation & Branding), weil die Bevölkerungswarnung oft an eine andere Stelle geht,
  • die Bestätigung nach dem Versand (Telefonnummer/Rufgruppe für den Hinweis beim Übermitteln),
  • das Maximum an Handlungsempfehlungen je Meldung (Standard 5),
  • die Export-Vorlage — Standard-MoWaS-Formular oder Kreis-Vorlage Rhein-Sieg-Kreis — samt zugeordneter Gemeinde, Gemeindegrenze für die Lagekarte und dem Einspielen einer neuen Formular-Version,
  • die Standardwerte der Bürgerinformation (Feld 17), die jede neu angelegte Warnung vorbelegen. Bestehende Warnungen ändern sich dadurch nicht.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu jeder dieser Karten steht im Thema MoWaS-Stammdaten. Für die Kataloge dieser Seite gelten dabei zwei Regeln:

⚠️ Ankreuzfelder kommen über den internen Schlüssel: Ob im Leitstellen-Formular das Kreuz bei einer Warnstufe bzw. bei einem Warnmittel-Empfänger landet, entscheidet der Key (intern) des Katalog-Eintrags — nicht sein Label. Verwende beim Anlegen eigener Einträge deshalb die bekannten Schlüssel: hoch / mittel / niedrig bei den Warnstufen, kritis / medien / warnmittel bei den Warnmittel-Empfängern (warn_apps hat im Formular bewusst kein Kreuz — Warn-Apps laufen immer mit). Ein unbekannter Schlüssel lässt das Kreuz leer; das Label darfst Du dagegen frei umbenennen. Der Schlüssel ist nach dem Anlegen unveränderlich — im Zweifel den Eintrag neu anlegen.

⚠️ Warnbereiche müssen den Codes der Leitstelle entsprechen: Das Kreis-Formular kennt für Deine Gemeinde eine feste Liste von Bereichs-Codes (z. B. WAC-01). Benenne Deine Warnbereiche (Feld 11, siehe Liste am Anfang dieses Abschnitts) genau so. Passt ein Bereich nicht dazu, steht er im erzeugten Excel als ungültige Auswahl — die Klartext-Zeile darunter bleibt dann ohne Ortsnamen (Excel zeigt dort einen Fehlerwert). Die Prüfung beim Einspielen einer neuen Formular-Version meldet Dir solche Abweichungen.

MoWaS-Musterdaten laden

Damit Du nicht bei null anfängst, lädst Du die Textbausteine als Grundlage: Auf der Seite Admin → Bevölkerungswarnung wählst Du unter „MoWaS-Musterdaten laden" aus, was Du übernehmen möchtest — Handlungsempfehlungen, Ereignisse und/oder Meldungsvorlagen — und klickst auf Laden.

  • Standardmäßig werden die Daten additiv hinzugefügt (mehrfaches Laden fügt sie erneut hinzu). Kategorien und die zugehörigen Ereignisse werden nur angelegt, wenn sie noch fehlen — sie doppeln also nicht.
  • Mit der Option „Vorhandene zuerst löschen" setzt Du Handlungsempfehlungen, Ereignisse und Meldungsvorlagen vorher zurück und lädst alle drei frisch (die Auswahl oben gilt dann nicht; die Grundlisten-Kategorien bleiben erhalten). Praktisch, um einen verbastelten Stand sauber neu aufzusetzen.

Alle Musterdaten sind Vorschläge — passe sie an Deine Gemeinde und Leitstelle an. Bestehende, bereits eingereichte Warnungen bleiben von späteren Katalog-Änderungen unberührt (sie halten einen eingefrorenen Text-Stand).