Einsätze

MoWaS-Stammdaten

Auf dieser Seite (/admin/warnung-stammdaten.php, erreichbar über Administration → Bevölkerungswarnung → Stammdaten) hinterlegst Du alles, was in jeder Bevölkerungswarnung gleich bleibt: den Absender, die empfangende Leitstelle, die Form des Export-Dokuments und die Standardwerte der Bürgerinformation. Du brauchst dafür das Recht admin.stammdaten.

Die Seite ist in Karten gegliedert. Alle Eingabefelder gehören zu einem einzigen Formular — ganz unten speicherst Du sie gemeinsam mit Speichern. Nur die Knöpfe innerhalb der Karte „Export-Vorlage" (Gemeindegrenze, Formular-Datei) wirken sofort und unabhängig vom Speichern.

ℹ️ Wie eine Warnung entsteht, freigegeben, übermittelt und dokumentiert wird, steht im Kapitel Bevölkerungswarnung (MoWaS). Die Auswahllisten (Kategorien, Warnstufen, Warnmittel-Empfänger, Umkreis-Stufen, Warnbereiche, Handlungsempfehlungen, Ereignisse, Meldungsvorlagen) pflegst Du eine Ebene höher unter Admin → Bevölkerungswarnung — nicht hier.

Karte „Anfordernde Stelle"

Diese drei Angaben belegen den Absender einer neuen Warnung vor; im Melde-Formular bleiben sie weiterhin änderbar.

Feld Wofür
Ortslage / Gemeinde Feld 2 des Melde-Formulars — Örtlichkeit der Gefahr.
Verantwortliche Person / Wehrleiter Feld 4 — Ansprechpartner der anfordernden Stelle.
Ständige Erreichbarkeit (Telefon) Feld 5 — eine Telefonnummer; E-Mail oder Fax sind dort nicht zulässig.

ℹ️ Die Ortslage nutzt das ETB auch außerhalb der Warnung: In der Adress-Liste der Geocodierung hängt der OpenStreetMap-Suchlink sie an die Straße an, damit die Suche im richtigen Ort landet.

⚠️ Steht die Export-Vorlage unten auf der Kreis-Vorlage, ist für Feld 2 des Leitstellen-Formulars nicht diese frei getippte Ortslage maßgeblich, sondern die zugeordnete Gemeinde. Die Ortslage dient dort nur noch als Rückfall, wenn keine Gemeinde hinterlegt ist — mit den Folgen, die unten unter Zugeordnete Gemeinde stehen.

Karte „MoWaS-Leitstelle (Empfänger der Warnung)"

Die Stelle, an die Ihr die Bevölkerungswarnung übermittelt: Bezeichnung, Straße & Hausnummer, PLZ & Ort, E-Mail und Fax. Diese Anschrift erscheint im Kopf des Melde-Dokuments.

⚠️ Das ist nicht die Funkzentrale für den Einsatzbetrieb. Die pflegst Du unter Organisation & Branding — die Bevölkerungswarnung geht oft an eine ganz andere Stelle, deshalb sind es bewusst zwei getrennte Angaben.

ℹ️ Hast Du E-Mail und Fax in einer früheren Version schon einmal hier gepflegt, sind die alten Werte automatisch vorbelegt, solange die beiden Felder leer sind — einmal speichern übernimmt sie dauerhaft.

Karte „Bestätigung nach dem Versand"

Manche Leitstellen verlangen zusätzlich zum Dokument eine telefonische Rückbestätigung (oder eine per Funk).

  1. Hake „Nach dem Versand telefonisch / per Funk bestätigen lassen" an.
  2. Trage die Telefonnummer der Leitstelle ein.
  3. Optional die Rufgruppe (z. B. TBZ_MUSTER) — sie wird im Hinweis zusätzlich zur Telefonnummer angeboten.

Ist der Haken gesetzt, blendet das ETB beim Klick auf „An Leitstelle übermitteln" einen Hinweis mit diesen Kontaktdaten ein und nennt dabei genau das Dokument, das bei Eurer Export-Vorlage an die Leitstelle geht. Ohne Haken läuft das Übermitteln wie bisher ohne Zwischenschritt.

Karte „Warnungs-Formular"

Max. Handlungsempfehlungen je Warnung — wie viele Handlungsempfehlungen eine Meldung tragen darf (Standard 5, erlaubt sind 1 bis 20). Die Grenze gilt im Melde-Formular und beim Zuordnen zu Meldungsvorlagen.

⚠️ Das Leitstellen-Formular des Rhein-Sieg-Kreises hat nur fünf Zeilen für Handlungsempfehlungen. Hebst Du das Maximum an, übernimmt der Excel-Export die ersten fünf; das PDF zeigt weiterhin alle.

Karte „Export-Vorlage"

Hier legst Du fest, welches Dokument der Export einer Warnung erzeugt.

Formular-Vorlage

Auswahl Wirkung
Standard-MoWaS-Formular (Voreinstellung) Es bleibt beim bisherigen Dokument, das Du über den Druckdialog als PDF speicherst.
MoWaS-Vorlage Rhein-Sieg-Kreis Das Original-Excel-Formular der Kreisleitstelle (F.1 Anlage A, Version 8.3) wird befüllt und zum Download angeboten. Das PDF-Dokument bleibt zusätzlich erreichbar.

Sobald Du auf die Kreis-Vorlage umschaltest, erscheinen darunter — ohne Neuladen — drei weitere Blöcke: Zugeordnete Gemeinde, Gemeindegrenze auf der Lagekarte und Formular-Datei der Leitstelle. Stellst Du wieder auf das Standard-Formular um, verschwinden sie.

⚠️ Steht unter dem Auswahlfeld der Hinweis, dass der Excel-Export auf diesem Server nicht zur Verfügung steht, fehlt die PHP-Erweiterung zip oder die Vorlagendatei. Dann bleibt die Kreis-Vorlage wirkungslos: Der Excel-Knopf erscheint gar nicht, die Gemeinde lässt sich nicht auswählen und eine neue Formular-Version nicht einspielen — beides liest das ETB aus der Excel-Datei. Sprich in dem Fall Deinen Hoster wegen der Erweiterung zip an.

Zugeordnete Gemeinde

Nur bei der Kreis-Vorlage sichtbar und dort Pflicht. Die Auswahlliste stammt aus dem Leitstellen-Formular selbst — Du kannst also nur Gemeinden wählen, die das Formular kennt, und beim Speichern wird der Wert erneut gegen die Vorlage geprüft. Damit stehen zwei Dinge fest:

  • der Gemeindename für Feld 2 des Formulars — in exakt der Schreibweise, die das Formular erwartet, und
  • der Verwaltungsbereich-Code für Feld 7 B, also die Angabe „Gesamte Gemeinde".

⚠️ Solange keine Gemeinde hinterlegt ist, weist die Seite Dich darauf hin und im Melde-Formular bleibt „Gesamte Gemeinde" gesperrt. Der Export nimmt dann ersatzweise die frei getippte Ortslage der Warnung — passt deren Schreibweise nicht exakt zur Vorlage, bleiben im heruntergeladenen Excel die Auswahllisten der Warnbereiche leer und Feld 11 ist nicht mehr bedienbar. Also: Gemeinde auswählen, nicht auf die Ortslage verlassen.

ℹ️ Der Wert wird je Warnung eingefroren, sobald sie gespeichert wird. Eine spätere Änderung wirkt nicht rückwirkend — ein nachgedruckter historischer Stand bleibt in sich stimmig.

⚠️ Lässt sich die Gemeinde-Liste gar nicht lesen, steht statt der Auswahl eine Fehlermeldung: Der Excel-Export funktioniert erst wieder, wenn Du weiter unten eine gültige Formular-Datei einspielst (oder auf die mitgelieferte Vorlage zurücksetzt).

Gemeindegrenze auf der Lagekarte

Damit Lagekarte und die Karte im Einsatz-Detail bei einer Warnung für die gesamte Gemeinde (Feld 7) bzw. mit einem als „Gesamt" markierten Warnbereich (Feld 11) den Umriss statt eines Kreises zeichnen, muss die Grenze einmalig von OpenStreetMap geholt (oder als Datei hochgeladen, siehe unten) und hier gespeichert werden:

  1. Erst oben die Gemeinde wählen und speichern — sonst sind Knopf und Datei-Upload deaktiviert.
  2. „Grenze holen" klicken. Das ETB fragt OpenStreetMap genau einmal ab und speichert das Ergebnis. Danach steht dort, zu welcher Gemeinde die gespeicherte Grenze gehört, wie viele Stützpunkte sie hat und wann sie geholt (bzw. hochgeladen) wurde.
  3. „Grenze auffrischen" holt sie erneut, „Entfernen" löscht sie wieder (mit Rückfrage).

ℹ️ Der Abruf läuft nie automatisch im Hintergrund und nie beim Öffnen der Karte — ausschließlich auf diesen Knopfdruck. Zwischen zwei Versuchen liegt eine Sperrfrist von einer Minute; OpenStreetMap ist ein fremder, kostenloser Dienst, den wir nicht mit Anfragen fluten.

ℹ️ Ohne gespeicherte Grenze zeichnet die Karte für „Gesamte Gemeinde"-Warnungen nichts — ein zulässiger Zustand: Warn-Indikator, Melde-Formular und alle Dokumente funktionieren unverändert, nur die Fläche fehlt. Findet OpenStreetMap keine eindeutige Verwaltungsgrenze, sagt Dir die Meldung das. Passt die gespeicherte Grenze nicht mehr zur eingestellten Gemeinde, weist die Seite Dich aufs Auffrischen hin.

Rückfall: Grenze als Datei hochladen

OpenStreetMap (Nominatim) blockt Anfragen gelegentlich mit einem Rate-Limit — das trifft besonders beim mehrfachen Testen zu. Klappt „Grenze holen" deshalb nicht, weist Dich die Fehlermeldung direkt auf den zweiten Weg hin: Der aufklappbare Bereich „Rückfall: Grenze stattdessen als Datei hochladen" direkt unter den Knöpfen (öffnet sich nach einem gescheiterten Abruf von selbst) nimmt eine GeoJSON-Datei mit dem Gemeinde-Umriss entgegen:

  1. Datei besorgen — z. B. über den OpenStreetMap-Export (Gemeinde suchen → „Exportieren" → Bereich als GeoJSON), ein kommunales Geoportal oder ein GIS-Werkzeug wie QGIS.
  2. Datei auswählen und „Datei hochladen" klicken.

Akzeptiert werden die drei üblichen GeoJSON-Formen: eine FeatureCollection, ein einzelnes Feature oder eine nackte Geometrie — jeweils mit einer Fläche vom Typ Polygon oder MultiPolygon. Enthält die Datei mehrere Flächen, übernimmt das ETB automatisch die mit den meisten Stützpunkten (die detailreichste Fläche gilt als der eigentliche Umriss) und nennt Dir das in der Rückmeldung; enthält sie gar keine Fläche — etwa nur Punkte oder Linien —, wird sie mit einer verständlichen Begründung abgelehnt und die zuvor gespeicherte Grenze bleibt unverändert erhalten.

Damit die Fläche auch wirklich brauchbar ist, prüft das ETB zusätzlich:

  • Verschachtelung passt zum Typ: Ein Polygon besteht aus einem oder mehreren Ringen aus Positionen, ein MultiPolygon aus einer Ebene mehr (mehreren Polygonen). Sind Typ und Verschachtelung vertauscht — eine der häufigsten Ursachen bei Exporten aus OSM, Geoportal oder QGIS —, lehnt das ETB die Datei mit einer entsprechenden Meldung ab, statt eine Grenze zu übernehmen, die die Lagekarte später leer bleiben ließe.
  • Jeder Ring braucht mindestens vier Positionen (ein geschlossener Ring nach GeoJSON-Standard).
  • Koordinaten in einem für Deutschland plausiblen Bereich: Länge und Breite dürfen nicht vertauscht sein ([Länge, Breite], nicht umgekehrt) — eine vertauschte Reihenfolge ergäbe einen Umriss weit außerhalb Deutschlands und wird mit einem entsprechenden Hinweis abgelehnt.

Nach dem Hochladen zeigt die Statuszeile „hochgeladen am …" statt „geholt am …", damit die Herkunft der gespeicherten Grenze erkennbar bleibt — beide Karten zeichnen den Umriss unabhängig vom Zustandekommen exakt gleich.

ℹ️ Der Datei-Upload kennt — anders als „Grenze holen" — keine Sperrfrist: es findet kein externer Netzzugriff statt, den es zu schonen gälte. Er braucht dieselbe zuvor gewählte Gemeinde wie der Abruf.

Formular-Datei der Leitstelle

Der Block zeigt oben, ob gerade die mitgelieferte oder eine übernommene Vorlage aktiv ist (mit Datum der Übernahme). Liefert der Kreis eine neue Formular-Version, spielst Du sie hier selbst ein:

  1. „Neue Formular-Version prüfen …" öffnet ein Fenster.
  2. Dort die .xlsx-Datei auswählen und auf „Prüfen" klicken.
  3. Erst wenn das Ergebnis passt, wird „Als neue Vorlage übernehmen" aktiv. Nach der Übernahme lädt die Seite neu.

Das Ergebnis unterscheidet zwei Fälle:

  • „Passt" bzw. „Passt mit Hinweisen" — die Struktur ist unverändert, es haben sich nur Inhalte geändert (z. B. die Gemeindeliste oder die Warnbezirke). Die Datei ist übernehmbar. Hinweise nennen Dir, was Du nachziehen solltest — etwa dass Eure Gemeinde nicht mehr in der Liste steht (dann oben neu wählen) oder dass ein Warnbereich aus Deinem Katalog in keiner Auswahlliste mehr vorkommt.
  • „Passt nicht" — die Struktur hat sich geändert (Zellen verschoben, Ankreuzfelder entfallen). Die Datei wird abgelehnt, die bisherige Vorlage bleibt unangetastet. Hier hilft keine Einstellung mehr: Dafür muss die Anwendung angepasst werden — gib die neue Formular-Version an die Entwicklung weiter. Die aufgelisteten Befunde nennen genau, was nicht mehr passt.

Mit „Zur mitgelieferten Vorlage zurück" kehrst Du jederzeit zur ausgelieferten Original-Vorlage zurück (die übernommene Datei wird dabei gelöscht und muss zum Wiederverwenden erneut hochgeladen werden).

⚠️ Geprüft wird immer serverseitig und immer erneut beim Übernehmen — eine nicht passende Datei kann die aktive Vorlage nie ersetzen. Jede Übernahme landet mit Dateiname und Prüfsumme im Protokoll.

ℹ️ Bleibt der Gemeinde-Code gleich und ändert sich nur die Schreibweise des Namens, zieht das ETB die hinterlegte Gemeinde nach der Übernahme automatisch nach und sagt Dir das in der Rückmeldung.

ℹ️ Für Betreiber mit Kommandozeilen-Zugang: Dasselbe prüft php scripts/warnformular-vorlage.php pruefen <datei.xlsx> — es meldet Struktur-Befunde und Inhalts-Hinweise getrennt. Ohne Pfad prüft es die gerade aktive Vorlage. Die mitgelieferte Datei unter src/vorlagen/ bleibt unangetastet; die übernommene liegt außerhalb des Web-Verzeichnisses unter storage/warnformular/ und übersteht ein Update.

Karte „Bürgerinformation (Standardwerte)"

Die drei Angaben für Feld 17 des Melde-Formulars: Zentrale Ansprechstelle, Bürgertelefon und Info-URL. Was Du hier hinterlegst, belegt jede neu angelegte Warnung vor und bleibt dort änderbar; leer gelassene Felder bleiben auch im Formular leer.

ℹ️ Bestehende Warnungen ändern sich dadurch nicht — die Standardwerte wirken nur beim Anlegen.

Was außerdem zur Vorlage passen muss

Zwei Dinge entscheiden über das Ergebnis im Leitstellen-Formular, werden aber nicht hier, sondern in den Katalogen unter Admin → Bevölkerungswarnung gepflegt:

  • Die Katalog-Schlüssel der Warnstufen (hoch/mittel/niedrig) und der Warnmittel-Empfänger (kritis/medien/warnmittel) entscheiden, wo im Formular ein Kreuz landet — nicht die frei änderbaren Labels.
  • Die Codes der Warnbereiche (Feld 11, z. B. WAC-01) müssen den Codes entsprechen, die das Formular für Eure Gemeinde kennt.

Beides ist im Kapitel Bevölkerungswarnung → Kataloge & Stammdaten pflegen ausführlich beschrieben.